Was raschelt denn da?

….dachte ich gestern abend, als ich so mit Laptop und UMTS-Stick in meiner Hütte auf dem Bett flenzte und ein wenig im Internet surfte. Nun ist das Rascheln von Tieren in so ‘ner Holzhütte ja nichts wirklich ungewöhnliches - zumal sich meine mitten in einem Landschaftsschutzgebiet an der Oberelbe befindet.

Da gibt’s halt einiges an Tieren. Ein beliebtes Spiel in der Hütte ist deshalb zum Beispiel “Vogelarten raten anhand ihrer Tippelschrittchen auf dem Hüttendach”. Wobei man das Ergebnis natürlich nur überprüfen kann wenn gleichzeitig draußen jemand fotografiert, während die Mitspieler drinnen lauschen und raten ;) 

Auch vor dem Schlafengehen merkt man die Nähe zur Natur: So viele Spinnen- und Käferarten wie in Warwisch hab ich noch nie gesehen. Entgegen landläufiger Meinung weilen diese allerdings nicht nur im Gras und in den Büschen um die Hütte rum, sondern gerne auch in meinem Bett. Weshalb ich meinen Schlafsack immer erst kurz vor dem Zubettgehen aus dem Auto hole, auf der Pritsche alles absammel und nach draußen geleite. Sodann breite ich das Mückennetz aus und lege den Schlafsack direkt dort hinein. Ein abendliches Ritual, das nicht zu früh stattfinden darf, denn dann krabbelt doch wieder jemand…. naja ihr wisst schon…

Aber ich schweife ab. Also, gestern abend raschelt und tippelt das doch ein bißchen mehr als sonst, und auch immer nur aus einer Richtung. Da hab ich dann mal hingeguckt. Und sehe eine Maus, die an der Holzwand hochklettert.

Im Foto zu sehen sind dunkelbrauner Mausekopf, Knopfauge und zwei fleischfarbene Pfötchen links hinter dem hellbraunen Hängekörbchen. (Ihre Nase ist direkt über dem orangefarbenen Bleistift, seht ihr?) Mann, hab ich geschimpft! An ihrer Stelle wäre ich sofort wieder rausgehuscht…. aber sie hat das wohl als Freudenäußerung empfunden? Auf jeden Fall ist sie noch ein bißchen bei mir geblieben, hat sich unter einer Holzbank versteckt. Heute muss ich mal nachschauen, ob sie dort vielleicht schon ein Nest baut?

Beim Nabu hat man mir nämlich gesagt, dass Mäuse bald Junge kriegen. Also, wenn ich die Maus rausbringen möchte, dann JETZT. Dass “meine” Maus mit einer Lebendfalle gefangen wird, versteht sich von selbst. Die andere Frage ist: Wohin bringen? Der Mensch vom Nabu meinte, am besten so 400 bis 500 Meter von der Hütte entfernt. Nicht weiter als 500 Meter, weil Mäuse ein Revier haben und ich sie sonst aus ihrem Revier rausbringen würde.

Ok. Ich mach das dann mal. Aber erstmal muss meine Maus ja in die Falle gehen. Auf Facebook wurde mir zum Beispiel Salami als Köder empfohlen. Da ich aber ja Vegetarierin bin, werde ich stattdessen erstmal den klassischen Käse als Köder ausprobieren. Oder sonst - wie vom Nabu-Menschen angeregt - Mäusefutter aus dem Tierfutterladen kaufen. Alles andere wird dann später ausprobiert… bin ja mal gespannt, wie schnell meine Maus ihr Köfferchen packt und in die Lebendfalle zieht. Auf jeden Fall werde ich jeden Tag mehrfach nachschauen, ob sie vielleicht schon drin sitzt. Mit Köfferchen.

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2 Kommentare zu „Was raschelt denn da?“

  1. Miro sagt:

    Iiii, das ist ja sehr …ekelhaft :) Ich hasse die kleine Tierchen, die Mäuschen…:().Hoffentlich hilft dir die Käse…:) Sonst gefällt mir das Blog…:)

  2. Zuckerhund sagt:

    Ach, ich find’s eigentlich ganz niedlich ;) Genau das ist wohl das Problem *g*

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